on 25.05.2012 at 09:00
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Sportabzeichen im Stadion Leinefelde on 25.05.2012 at 09:00 beginnt in 4 Tagen 19 Stunden 28 Minuten |
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1. Standort- und Bedarfsanalyse, räumlicher Wirkungsbereich Die Villa Lampe ist eine anerkannte Jugendhilfe einrichtung mit verschiedenen Aufgabenschwerpunkte n der Jugendarbeiten und Jugendsozialarbeit. Dazu gehören neben mehr als 20 Einrichtungen der offenen Jugendarbeit, der aufsuchenden Jugendarbeit, die Schulsozialarbeit mit Projekt „2. Chance“, die Erziehungshilfen mit dem Kinder- und Jugendschutzdienst und dem Sorgentelefon, ambulante Jugendberatung, der Jugendmigrationsdienst Nordthüringen. Aus der praktischen pädagogischen Arbeit heraus wird immer wieder erkennbar, dass sich die schulische, berufliche und soziale Integration von jungen Zugewanderten aufgrund fehlender Sprachkenntnisse, aber auch aufgrund der Sozialisationserfahrungen im Herkunftsland, weithin schwierig gestaltet. Schulisches Scheitern und die fehlenden Perspektiven auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt gerade in den Neuen Bundesländern, verschärfen die Situation zusätzlich. Verstärkt wird das Gefühl des nicht erwünscht seins durch Ausgrenzung und latente ausländerfeindliche Tendenzen der einheimischen Bevölkerung. Die Folgen sind oft Rückzug, Isolation, Schulmüdigkeit bis hin zur Schulverweigerung, erhöhte Gewaltbereitschaft, zunehmender Alkohol- und Drogenmissbrauch. Zudem gewinn die neue n Medien wie Handys, Internet, soziale Netzwerke und der nicht immer unproblematische Umgang damit zunehmend an Bedeutung. Mit den bestehenden Hilfe-, Beratungs- und Freizeitangeboten sind diese Jugendlichen oftmals nicht mehr oder nur sehr partiell erreichbar. Diese Jugendliche n müssen in ihren Lebensraum erreicht und „abgeholt“ werden bzw. niedrigschwellige Angebote geschaffen werden. Dazu braucht es flexible und mobile Strukturen. Dabei wird eine enge Vernetzung der Jugendlichen Lebensräume Familie, Schulen und Freizeit angestrebt. Als eine überraschende guter Zugang gerade zu der gefährdeten Gruppe junger Zugewanderter hat sich das zunächst als reines Ergänzungsangebot gedachte im Januar 2008 in Leinefelde eröffnete „Boxkino“ erwiesen. In diesem zu einer Box- und Sporthalle umgebauten ehemaligen Kino gelang es einem staatlichen anerkannten Erzieher und ausgebildeten Boxtrainer, über den Boxsport einem zunehmenden Teil der beschriebenen Zielgruppe unkompliziert und nachhaltigen zu erreichen. Das Boxkino entwickelte sich zu einem niedrigschwelligen Anlaufpunkt zur Praktischen Integration junger Zugewanderter. Neben der sportlichen Arbeit mit den Jugendlichen selber stand von Beginn an, in enger Verknüpfung mit den anderen Arbeitsfeldern der Villa Lampe, eine intensive Zusammenarbeit mit den Eltern, dem Jugendamt, dem Sportverein und den ortsansässigen Schulen. Auf Grundlage der gemachten guten Erfahrungen soll nun mit dem beantragten Projekt der Wirkungskreis weit über die Stadtgrenzen Leinefeldes auf die vier Nordthüringen Landkreise ausgeweitet werden und inhaltlich weiter qualifiziert und durch einen medienpädagogischen Anteil ergänzt werden. 2. Zielgruppen Zielgruppen des Projektes „Leuchttürme“ sind ca. 20 junge Zugewanderte aus Drittstaaten, deren Eltern sowie etwa 200 Schüler und Lehrer der Förder- und Regelschulen in den Nordthüringen Landkreisen Eichsfeld, Kyffhäuser, Nordhausen und Unstrut-Heinig. Das Projekt will durch seine Angebote und Maßnahmen die kulturellen und sozialen Kompetenzen der Zielgruppe stärken und dieser bei der Integration in das gesellschaftliche Leben unterstützen, sodass die Jugendlichen eine tragfähige Lebens- und Zukunftsperspektive hier in Deutschland entwickeln können.
3. Zielsetzung und Methoden der Zielerreichung Projektbeschreibung: Wie ein Leuchtturm Seefahrern nachts Orientierung in schwierigen Gewässern und rauer See gibt und ihnen hilft, gefährliche Klippen zu umschiffen, will das Projekt „Leuchttürme“ jungen Menschen gerade mit Migrationshintergrund ein Orientierungsangebot zur Bewältigung bestimmter schwieriger Lebenssituationen bzw. –phasen anbieten. Dabei soll den Jugendlichen keineswegs das Ruder aus der Hand genommen werden, sondern vielmehr Hilfen zur Selbsthilfe geboten werden, die es ihnen selber ermöglicht, wieder in ruhiges „Fahrwasser“ zu gelangen und ihren Kurs aufzunehmen.
Projektziele: - Die Verbesserung der Integration und der gesellschaftlichen Teilhabechancen junger Zugewanderter durch Begleitung in individuellen Krisensituationen und im Übergang Schule und Berufsausbildung (Bewerbungstraining, Sprachförderung, Praktikumsvermittlung) - Entgegenwirken der persönlichen und gesellschaftlichen Isolation durch interkulturelle Freizeitangebote im Bereich Sport (Boxen) und Medien - Abbau von Fremdenfeindlichkeit und die Erhöhung gegenseitiger Akzeptanz durch präventive Projekttage an den Förder- und Regelschulen der vier nordtüringer Landkreise - Unterstützung bei schulischen Konflikten - Qualifizierung von Lehrern zu den Themen Ausländerfeindlichkeit, Mobbing, interkultureller Dialog - Erhöhung der Medienkompetenz durch das Erlernen eines verantwortlichen Umgangs mit den neuen Medien - Förderung des interkulturellen Dialogs durch gemeinsame Freizeitangebote von einheimischen und zugewanderten Jugendlichen (Sport und Medien) - Stärkung der Erziehungskompetenz der Eltern durch spezielle pädagogische Angebote
Projektinhalte: Folgende inhaltliche Schwerpunkte sollen gemäß des Bedarfs der Zielgruppen in den unterschiedlichen Lebensräumen der Jugendlichen angeboten werden: - Bedarfsorientierte individuelle Hilfsangebote in Krisensituationen in enger Kooperation mit den örtlichen Jugendämtern - Unterstützung der Eltern und Stärkung der elterlichen Erziehungskompetenz durch kontinuierliche Begleitung (Hausbesuche) - Individuelle Unterstützung bei schulischen Problemen (Hausaufgabenhilfe), bei der Berufsfindung (Bewerbungstraining) - Hilfen bei der Bearbeitung von Konflikten und Problemen in Schulklassen (Mobbing, Gewalt) durch Projekttage - Durchführung von präventiven, mehrtägigen Projekttagen mit Schulklassen der Förder- und Regelschulen - Aufbau einer interkulturellen gemischten Boxsportgruppe
Grundlagen: 1. Lebensraumorientierung: Das Projekt „Leuchttürme“ will bewusst in die unterschiedlichen Lebensräume junger Menschen hineinwirken und Jugendlichen dort begegnen, wo sie sich aufhalten. Dabei nutzt das Projekt neben dem in Leinefelde befindlichen „Boxkino“ die internen und externen Netzwerkressourcen. 2. Abbau von Isolierung und Gettoisierung, da dies die Integrationsbemühungen der verschiedenen sozialen Gruppen erschwert bzw. sogar gänzlich verhindert. Die Begegnungsmöglichkeiten und das mehr Miteinander der verschiedenen Gruppen der Migranten und Einheimischen bei den unterschiedlichen Angeboten im Projekt fördern eine bessere gegenseitige Wahrnehmung, Akzeptanz und Achtung, die Entschärfung von Konflikten zwischen Einheimischen und Zugewanderten und die Stärkung der Integrationswilligkeit. 3. Niedrigschwelligkeit: Alle Angebote des Projektes „Leuchttürme“ sind niedrigschwellig und kostenlos. 4. Gruppenorientierung: Durch das Projekt „Leuchttürme“ sollen die verschiedenen sozialen Gruppen mit Schwerpunkt auf Kindern und Jugendlichen und deren Familien, erreicht werden – Zugewanderte wie auch Einheimische, um die Eingliederung in das Gemeinwesen zu fördern. 5. Kooperationen & Netzwerke: Das Projekt „Leuchttürme“ kann durch seine Angebote neue Wege für die beteiligten Netzwerk- und Kooperationspartner zu bisher schwer zugängliche Migrantengruppen erschließen. Das Begegnungszentrum soll durch interne und externe Netzwerk-und Ressourcenorientierung systematisch das Prinzip der Synergieeffekte nutzen, wodurch bei Kombination der verschiedenen Fähigkeiten und der Orientierung an den Stärken der beteiligten Akteure die gemeinsam erzielte Wirkung größer ist als die Summe der Einzelwirkung. Geplante Angebote: - Regelmäßiges Sportangebot im Boxkino für Kinder und Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund - Durchführung von öffentlichkeitswirksamen Sportwettkämpfen - Hausaufgabenhilfe und Bewerbungstraining - Medienprojekte zum Thema Mobbing und Gewalt für Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund - Durchführung von Projekttagen an den Förder- und Regelschulen der vier Nordthüringer Landkreise zu den verschiedenen Themen - Durchführung einer Lehrerfortbildung zum Thema „Miteinander der verschiedenen Kulturen - Elternarbeit - Durchführung von Elternabenden zum Thema „ Umgang mit neuen Medien“
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| Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 10. Mai 2012 um 15:55 Uhr |